Culcha Candela enthüllt die Anzeigetafel

Größte Photovoltaikanlage auf Berliner Schuldach

2.04.2009 | Am Dienstag sollte es nun endlich so weit sein. Die Sonne lachte, die Kameralinsen waren poliert, eine Bühne nebst Verstärkeranlage stand bereit. Unsere Photovoltaikanlage – immerhin derzeit die größte auf einem Berliner Schuldach – sollte eingeweiht werden, und dies von niemandem geringeren als von der - besonders bei jungen Leuten - angesagten Band „Culcha Candela“. Was für eine Aufregung für unsere Schule. Wie würden Johnny Strange, Itchyban, Lafrotino, Larsito, Mr. Reedoo, Don Cali und Chino con Estilo so sein? Wie spricht man sie an?

Dann kommt der große Moment, die Tür geht auf und lockere, ganz normale Menschen betreten das Schulhaus. Wir sind sofort beim „Du“ – und man merkt, hier gibt es keinen Grund, komisch zu reagieren. Nach einer Vielzahl von lustigen Bemerkungen über Schule, Musik und vielem mehr sitzen Culcha Candela nebst Vertretern von Presse, Funk und Fernsehen im Lehrerzimmer. Statements geben: Clemens Volber (1. Vorsitzender und Geschäftsführer des FESB e.V.), Winfred Günther (Lehrer und Projektleiter), Christin Träger (Bildungscent e.V.) und Itchyban (Culcha Candela). Umweltschutz haben sich die Musiker auf ihre Fahnen geschrieben. Schule und Umweltschutz? „Wir hatten einen Lehrer, der unfreiwillig die Umwelt geschont hat“, sagt Itchyban. „Der hat immer die Fenster zugemacht mit dem Kommentar: ´Erfroren sind schon viele, erstunken noch niemand…`“ So sind sie, lustig und locker, aber mit Tiefsinn – vielleicht ist das auch ein Geheimnis ihres Erfolges.

Nach einer Zeit für Rückfragen geht es auf den Schulhof, wo die Berliner Musiker mit Sprechchören begrüßt werden. Das „Culcha, Culcha“ ebbt erst ab, als unsere Schüler der 9. Klasse, Daniel und Johanna, zu moderieren anfangen.

Culcha Candela stehen Rede und Antwort, dann ist es endlich so weit. Aus den Lautsprecherboxen ertönt – leider nur aus der Dose - Culchas Song „SolarEnergie“, zusammen wird von zehn herunter gezählt, dann fällt das Tuch und zu sehen ist die neue Anzeigetafel, die auch gleich gute Werte zum Vorschein bringt, denn der Himmel ist blau.

Die Stimmung ist ausgelassen, als Culcha Candela ins Schulhaus „verschwindet“, um ausgiebig und geduldig Autogramme zu geben. Und hier zeigen die Jungs Ausdauer. Man hat den Eindruck, wir hätten mindestens 1000 Schüler. Über eine Stunde sitzen und schreiben sie, halten Smalltalk mit unseren Schülern, lassen sich fotografieren – dann ist irgendwann alles vorbei. Aber nicht ganz. Culcha Candela stehen auf einmal als „Privatpersonen“ auf dem Schulhof, schauen sich unsere Anzeigetafel an und reden mit den Schülern. Wie gesagt: Ganz normale, natürliche Leute, denen ihr großer Erfolg nicht zu Kopf gestiegen ist. Das ist umwerfend.

Und so bleibt dieser Tag in guter Erinnerung. Wir sagen DANKE!

 

 

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Hier finden Sie diese und noch mehr Fotos vom Pressefrühstück und der Enthüllung der Anzeigetafel für unsere Photovoltaikanlage durch Culcha Candela.