Aktuelles aus der Immanuel-Schule

Erfahrungen im täglichen Umgang mit dem Smartboard

Nach einem Schulhalbjahr unterrichten am Smartboard möchte ich einen Erfahrungsbericht geben:

Zum Schuljahresbeginn wurde in der fünften Klasse der Immanuel-Schule die Kreidetafel „verbannt“ (sie wurde in der dritten Klasse benötigt :-) ) und die Tafelfunktion dem Smartboard „übertragen“. Nach einer kurzen Schulung waren alle Lehrer in der Lage das Board als einfache Tafel zu benutzen. Darüber hinaus bietet das Smartboard aber vielfältige weitere Möglichkeiten, die nach und nach von den unterrichtenden Lehrern entdeckt und genutzt werden.
Ein kleiner Eindruck des Musiklehrers Herr Handrick soll hier wiedergegeben werden:

„Meine persönlichen Erfahrungen mit dem Smartboard sind, dass die Aufmerksamkeit und die Lernbereitschaft der Kinder wesentlich höher ist als bei dem Einsatz mit der Kreidetafel. Informationen können wesentlich attraktiver und deutlicher veranschaulicht werden. Der Zugang ins Internet und der Einsatz von verschiedenster Software bieten große Vergleichsmöglichkeiten und eine erweiterte Informationsbandbreite. Es hilft dem Lehrer den Unterricht interessanter und verständlicher zu präsentieren.
Mein Eindruck ist, dass sich das Leistungsniveau der Klasse durch den Einsatz des Smartboards verbessert hat.“

Ich kann diesen Erfahrungsbericht nur unterstreichen. In diesem Schuljahr unterrichte ich das erste Mal Naturwissenschaften und aus organisatorischen Gründen erstmalig Geschichte im ersten Halbjahr. Mit Hilfe des Smartboards und den damit verbundenen Möglichkeiten macht die Unterrichtsvorbereitung viel Freude und hat mir die Vorbereitung und Präsentation besonders von Geschichte sehr erleichtert. Die Möglichkeit Tafelbilder am heimischen Schreibtisch nicht nur vorzubereiten sondern auch fertig zu stellen, erspart innerhalb der Stunde Zeit, die den Schülern zu Gute kommt.

Die fast natürliche Scheu der Schüler an und mit der Tafel zu arbeiten wird fast vollständig überwunden. Es wird mit Begeisterung geschrieben, vergrößert, „geschoben“, radiert, kontrolliert, mit dem Internet verglichen, teilweise werden Tafelbilder mit Hilfe des USB-Sticks mit nach Hause genommen oder von dort mitgebracht, sogar bei Krankheit wurden schon „Tafelinhalte“ gemailt. An dieser Stelle sind wir noch stark im Aufbau, zeigen aber schon die weiteren Möglichkeiten auf.

Der Umgang mit dem Computer wird in einer Selbstverständlichkeit geschult, die ein zweistündiger Aufenthalt pro Woche in einem Computerkabinett nicht bieten kann! Die Schüler bekommen den Computer und seine Möglichkeiten über seinen „Spielcharakter“ hinaus als wichtiges Arbeitsmedium nicht nur vorgestellt, sondern lernen fast nebenher die sinnvolle Nutzung.

Neben dem Smartboard darf natürlich der handlungsorientierte Unterricht sowie Gruppen- und Partnerarbeit nicht zu kurz kommen. Das Erstellen von weiteren Präsentationsmöglichkeiten (Plakate, reale Objekte,…) ist selbstverständlich weiterhin Inhalt der Schulung von Kompetenzen. Es wird weiterhin auf Papier geschrieben und in Büchern gelesen. Wir haben den Unterricht nur um ein Hilfsmittel erweitert, das aus unserer heutigen industrialisierten Welt nicht mehr wegzudenken ist und unsere Pflicht als Schule ist es einen verantwortungsvollen Umgang auch mit diesem Medium beizubringen.

In diesem Sinne wünsche ich mir (und ich spreche auch im Sinne der Schüler) eine weitere Ausstattung der Klassen mit einem interaktiven Whiteboard um unserem Bildungsauftrag auch auf diesem Gebiet nachkommen zu können.

Hans-Peter Lubig und die Klasse 5 der Immanuel-Schule