Kurzer Abriss unserer Geschichte

Schulen mit Werten

1988 begannen wir mit 20 Kindern und einer Lehrerin sowie einem Mietvertrag für ein Jahr im Weddinger Lazarus-Krankenhaus. Heute, 20 Jahre später, können wir an drei Standorten in Berlin etwa 540 junge Menschen in drei Grundschulen mit Hort sowie einer Realschule auf das Leben vorbereiten und über 120 Mitarbeitern einen sinnerfüllten Berufsalltag bieten.

Leitendes Prinzip für alle schulischen Bildungsangebote soll die Hinführung zu einer ganzheitlichen Sicht des Lebens sein, das heißt z. B., dass alle Bereiche der Welt mit Gott - dem Schöpfer und Erhalter des Lebens - zu tun haben. Die Schule ist für alle Kinder offen, unabhängig von ihrer konfessionellen Zugehörigkeit und dem religiösen, weltanschaulichen und politischem Bekenntnis der Eltern. Ein Einverständnis mit den vorgenommenen Wertungen und der Ausprägung des Unterrichts ist jedoch erforderlich.

Die FESB unterliegen der staatlichen Schulaufsicht, die von den zuständigen Schulräten beim Senator für Schulwesen und bei der Abteilung Bildung, Jugend und Sport des Bezirksamtes ausgeübt wird. Die Lehrer unterrichten und beurteilen auf der Grundlage und nach den Vorgaben des Berliner Schulgesetzes und der Rahmenpläne sowie der Konzeption der FESB.

Die staatliche Anerkennung gibt es frühestens im dritten Jahr des Schulbetriebes. Diese Zeit muss eine neu gegründete Schule ohne jeglichen staatlichen Zuschuss auskommen und sich komplett selbst finanzieren. Für die FESB bedeutete dies eine Finanzierung von fünf Jahren der ersten Grundschule (1988 bis 1993) und vier Jahren der Realschule (1998 bis 2002) allein aus Schulgeldern und Spenden.

Im August 1999 führte uns der vierte Umzug unserer damals elfjährigen Grundschule in die Christburger Straße. Das „neue“, ehemalig staatliche Schulgebäude liegt im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg, eine der geburtenstärksten Regionen Deutschlands, in der sehr viele junge Familien leben.

Das heute denkmalgeschützte Gebäude wurde 1898 gebaut und war bei der Übernahme dringend sanierungsbedürftig. Es gab vieles baulich zu verändern und anzupassen. Unser Augenmerk in den ersten Jahren galt zunächst der Sanierung der Klassenzimmer und der sanitären Anlagen. Der Denkmalschutz war und ist Fluch und Segen: Zum einen kommen dadurch erheblich höhere Kosten auf uns zu, zum anderen aber bleibt das Gebäude in seiner ursprünglichen Schönheit erhalten.

Nach über vier Jahren Verhandlungen mit dem Land Berlin unterzeichneten wir im Mai 2005 die Urkunde des Erbbaurechtsvertrages mit einer Laufzeit von 40 Jahren für unseren Schulstandort Prenzlauer Berg. Die Gebäude wurden gekauft und gehören nun uns, das Grundstück ist gepachtet.

2006 gründeten wir zwei weitere Grundschulen: in Spandau die Immanuel-Schule und in Hellersdorf die Arche-Grundschule.